#Geschichte

1994
Entstehung der Gemeinschaft

Am 13. November 1904 fand die erste Gemeinschaftskonferenz im “Klein’schen Gasthaus” in Wassertrüdingen (Sonne) statt. Dazu stellte Bäckermeister Rüger (Feinbäcker) über das Dekanat einen Antrag an das Königlich Protestantische Konsistorium, eine Gemeinschaftskonferenz abhalten zu dürfen. Die Genehmigung wurde dadurch erleichtert, dass der Leiter der Ansbacher Gemeinschaft, Pfr. Dr. Eichhorn die Predigt hielt und der Wassertrüdinger Dekan, Kirchenrat Tretzel, zu Gast war. Dieser Zeitpunkt gilt als Gründungsdatum der Gemeinschaft. Mitbegründerin war Frau Maria Kraft.

Versammlungshaus in der Eislerstraße
Gemeinschaftshaus Eislerstraße

Im März 1905 wurde ein Grasgarten in der Eislerstraße gekauft. Auf ihm wurde im Herbst 1905 der Saal gebaut, in dem sich die Gemeinschaft bis Sommer 2001 versammelte.

Erste Kontakte zur Liebenzeller Mission
Liebenzeller Mission

1911 entstanden durch Frau Kraft die ersten Kontakte zu Pfarrer Coerper, dem Gründer der Liebenzeller Mission, der auf sie einen tiefen Eindruck machte.
Frau Kraft reiste nach Bad Liebenzell und bat um einen Prediger für Wassertrüdingen. Sie versprach sich von einem Bruder aus diesem Haus neuen Segen für die ganze Gegend. Daraufhin kam im Dezember Bruder Otto Riedel. Als der damalige Dekan Kasselmann davon erfuhr, verlangte er, Riedel müsse wieder abreisen. Frau Kraft antwortete, sie und andere Geschwister hätten sich diesen Bruder von Gott erbeten. Der Gemeinschaftsvorstand erklärte, er habe Bruder Riedel nicht gerufen und schicke ihn auch nicht weg. Als Bruder Riedel am 1. April 1912 Wassertrüdingen wieder verließ, um nach China auszureisen, bedauerte der Dekan seinen baldigen Weggang.
1913 bat Frau Kraft die Liebenzeller Mission, eine Schwester nach Wassertrüdingen zu senden. Mit Schwester Clara Ruff kam die erste hauptberufliche Mitarbeiterin der Liebenzeller Mission.

Himmelfahrtstreffen auf dem Hesselberg
Himmelfahrtstreffen Hesselberg

Ein Laienbruder aus Weiltingen organisierte ein Gemeinschaftstreffen auf dem Hesselberg. Es fand am 26. Mai 1927 (Himmelfahrt) statt. Es wurden alte Heilslieder gesungen, doch es kam kein Prediger. Da stand eine junge Frau auf, die Lehrerstochter Lisette Eckert aus Röckingen. Sie sagte ein fröhliches Zeugnis und nach Gebet und Schlusslied machte sich jeder wieder auf den Heimweg. Lisette Eckert setzte sich später für die Kinderarbeit in Röckingen ein und hat sie gut betreut.
Am 9. Oktober 1927 war ein Gemeinschaftstreffen auf dem Hesselberg der Bezirke Dinkelsbühl, Nördlingen, Wassertrüdingen, Weidenbach.
Am 17. Mai 1928 war dann das erste Himmelfahrtstreffen der Liebenzeller Gemeinschaften auf dem Hesselberg.

Missionsheim an der Schloßwand

Ab 1928 konnten Schwestern und Prediger im Missionsheim an der Schloßwand wohnen, das von Frau Kraft an die Gemeinschaft vererbt worden war.

EC-Jugendarbeit gegründet

1950 wurde der Jugendbund für entschiedenes Christentum (EC) gegründet.

Predigerhaus in der Berliner Straße

1968 wurde auf Anregen von Prediger Helmut Lilienthal hin das Predigerhaus in der Berliner Straße 12 gebaut. In ihm wohnen seither die Predigerfamilien.

Neues Jugend- und Gemeinschaftshaus in der Brauhausstraße
Liebenzeller Gemeinschaftshaus

2001 wurde das neugebaute Jugend- und Gemeinschaftshaus in der Brauhausstraße 30 eingeweiht.

Verbindung zu örtlichen Kirchengemeinden

Das Gemeinschaftszentrum in Wassertrüdingen wird bei zentralen Veranstaltungen von Leuten aus über 30 Orten besucht. Diese kommen aus fünf verschiedenen Dekanaten.
Seit 2002 hat die Liebenzeller Gemeinschaft Wassertrüdingen auf der Grundlage des “Predigergesetzes” eine Vereinbarung mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wassertrüdingen geschlossen, die ein konstruktives Miteinander ermöglicht. Der Prediger der Gemeinschaft ist als Prädikant im Dekanat eingesetzt.

Ziel: Gemeinschaft will sammeln und senden

Als Gemeinschaft wollen wir im Jugend- und Gemeinschaftshaus Menschen “sammeln” und ihnen eine geistliche Heimat geben. Dann wollen wir aber auch unsere Mitglieder und Besucher in ihre jeweiligen Wohnorte “senden”. Sie sollen in ihrem Alltag vor Ort christliches Profil zeigen und ein Zeugnis sein für ein Leben unter dem Herrschaftsbereich von Jesus Christus. Wir befürworten innerkirchliches Engagement unserer Leute in deren örtlichen Kirchengemeinden.
An einigen Orten stellt die Gemeinschaft bzw. die EC-Jugendarbeit bewusst die Mitarbeiter für kirchliche Kinder- und Jungschargruppen.

Jüngere werden die Gemeinschaft mehr und mehr als “ihre Gemeinde” empfinden. Die Gemeinschaft soll sich durch “innerkirchliche Eigenständigkeit”profilieren. Ein konstruktives Miteinander in organisatorischer Eigenständigkeit ist uns wichtig.

Wir sind auch offen für Menschen, die nicht mehr aus dem traditionell volkskirchlichen Hintergrund kommen.

Liebenzeller Podcast

Hier kannst du dir die letzten Predigten anhören und auch gerne teilen.